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Veröffentlicht bei: ran.de / Sport1 / Yahoo / TAG24 / Maximilian Paul Jahr: 2026
Kategorie: Motorsport / Blog
Grundig-Kehre, Dutzendteich und Schöller-S: Die Rede ist natürlich vom Norisring in Nürnberg. Auch unter dem Kosenamen »Fränkisches Monaco« bekannt, ist er der einzige echte Stadtkurs in Deutschland. Und legendär ist er auch noch – vor allem im Kalender der DTM. Mauern hier, Crashgefahr da, und ganz schön wenig Platz für Fehler. Aber dafür gibt es umso mehr Entfaltungsraum für echte Talente, die ihr eigenes Limit und das ihres Rennwagens kennen. So Talente wie Nicki Thiim.
Direkt am Trainings-Freitag zeigte der Däne mir und meiner Fujifilm X-H2S mal, was geht: Mit gut zwei Zentimeter Abstand zirkelte er seinen Aston Martin Vantage GT3 im Schöller-S an der Leitplanke vorbei. Kurzum: Es passte von Anfang an – bis zum Ende. Pole am Samstag, Rennsieg am Samstag, Pole am Sonntag und Rennsieg am Sonntag. Den ersten historischen Sieg für Aston Martin in der DTM gab's sicherte er sich in den Geschichtsbüchern noch dazu. Mehr geht wirklich auch nicht – auch, weil er den totalen Triumph mit der Tabellenführung zur Meisterschafts-Halbzeit krönte. Naja, und den Spitznamen Norisking holte er sich dann auch noch. Dabei vermied er alle Mauern und jegliches Drama – von dem, typisch Norisring, wieder genug gab.
Und nein, mit dem bösen Blick des Lamborghini Temerario GT3 von Red Bull ABT hatte es nichts zu tun – wohl aber mit einem anderen Boliden aus Sant’Agata Bolognese, der nach dem Wochenende böse mitgenommen aussah. Als Vertretung für meinen guten Freund und Fotokollegen Michael Memmler betreute ich am Norisring Grasser-Piloten Maximilian Paul mit meiner Kamera. Soweit, so normal.
Bis zum Samstagsrennen, als ihm eine Ölspur vor der Grundig-Kehre zum Verhängnis wurde. Sagen wir es mal so: Wenn sich der Fahrer vor den eigenen Augen den Unterschenkel und einen Wirbel bricht, dann wird einem bewusst, warum auf allen Tickets und Medienpässen »Motorsport is dangerous« steht.
Glücklicherweise ist Maximilian Paul schon wieder auf dem Weg der Besserung und wurde erfolgreich operiert – und man blickt am Ende wieder ziemlich versöhnlich auf das Wochenende. Und stellt fest: DTM, das macht man wieder. Stand jetzt am Nürburgring und in Hockenheim beim Saisonfinale.
Noch mehr Bilder findet Ihr im Photoshelter von Nordphoto, der Bildagentur von Michael Memmler – siehe hier: