Produziert für: ramp.space 
Veröffentlicht bei: ramp.space Jahr: 2026
Kategorie: Automobilfotografie / People / Textarbeit
Sommer 1975, ein Wochenende wie jedes andere am Nürburgring. In der »Grünen Hölle« wird wieder eines der zahllosen Rennen gefahren. Das Pacecar dabei: ein gewöhnlicher Volkswagen Golf. Der aber ungewöhnlich schnell unterwegs ist. Und rückblickend etwas ganz Besonderes ist. Denn die Zuschauer wundern sich zu Recht, weshalb der VW so verdammt schnell unterwegs ist. Der Name GTI existiert noch nicht, die später so charakteristischen schwarzen Streifen über dem Seitenschweller, die hat er schon.
Wenige Wochen später lüftet Volkswagen das Geheimnis um das Modell und enthüllt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt als Weltpremiere eine Studie des 182 km/h schnellen Golf GTI. Aus den geplanten 5.000 Stück werden 461.690 Golf GTI der ersten Serie. Der Rest? Ist Geschichte.

Wir springen ins Jahr 2026. Bereits die achte Generation des Golfs gibt es nun. Mehr als 2,5 Millionen GTI wurden gebaut. Und zum Jubiläum spendiert Volkswagen sich und uns die EDITION 50. Die Zahl ist dabei mehr als nostalgisches Zitat oder gar ein Retro-Spiel. Sie ist die logische Fortsetzung der Ursprungs-Idee, die damals von einigen wenigen Ingenieuren in die Automobilwelt gebracht wurde.
Unter der Haube arbeitet der bekannte Motor aus der EA888-Generation, gegenüber dem aktuellen GTI Clubsport legt er aber nochmals 25 PS zu, verglichen mit dem normalen GTI sogar 60 PS. Serienmäßig fährt der EDITION 50 mit adaptivem DCC – das merkt man. Die Dämpfer reagieren in Echtzeit auf Asphalt, Tempo und Fahrzustand. Comfort kann Langstrecke, Sport kann Angriff.
Spannend wird es im Modus »Special«: eine Abstimmung, die explizit auf die Nordschleife zugeschnitten ist. Beim Antrieb gibt es nun eine schärfere Gasannahme und spätere Schaltpunkte. Wer es kompromissloser will, bestellt das Performance-Paket. Weniger Gewicht durch Titan-Abgasanlage und exklusive Schmiederäder. Tieferlegung, steifere Lager, Semi-Slicks – und: eine Hinterachse mit modifizierter Anbindung der Spurstange. Das Auto wird härter, direkter, fokussierter – und rückt spürbar näher an den Trackday-Alltag heran.
So wie für mich auf der Rennstrecke in Castellolí nahe Barcelona – auf der ich das gute Stück selbst testen durfte. Und dann auch noch mit den arrivierten GTI-Piloten Benny Leuchter, Fabian Vettel und Kris Heidorn selbst shooten durfte. Siehe oben. Den gesamten Fahrbericht aus meiner Feder lest ihr dabei auf ramp.space – und das noch ein wenig mehr historisch geprägte stück vom Kollegen David Staretz in der aktuellen ramp #70.
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