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Veröffentlicht bei: Instagram / Banzai Collection Jahr: 2026
Kategorie: Cars / Blog
„Du hast nicht mit dem Skateboarding aufgehört, weil du alt geworden bist. Du bist alt geworden, weil du mit dem Skateboarding aufgehört hast“, sagte Brettsport-Legende Jay Adams einmal. Mit dem Porschefahren ist das gar nicht so viel anders, darf man annehmen. Umso besser, wenn man eigene Aluminium-Skateboards und auch ein echtes Kaliber aus Zuffenhausen zur Hand hat. So wie Thomas Schlereth mit seiner Sammlung. Nahe München, in seinem Banzai Legacy Lab, pflegt der Österreicher nämlich Mobilitätsgeschichte, Skateboard- und Sportwagenkultur gleichermaßen.
Hauptsache ist: Es hat Räder. Und eine Geschichte. Zwei – wie das Bonanza-Fahrrad von Steve McQueen – oder vier, so wie der in der Motorsport- und Porsche-Szene wohlbekannte Takefuji 962C mit der Startnummer 33 und seine illustre Kollektion aus Automobilia und Skateboards. Das ist dann auch eine heiße Angelegenheit, zumindest im Fall des Le-Mans-Rennwagens: Denn das vom Team Schuppan eingesetzte Chassis 962-143 brannte bei seinem ersten Einsatz an der Sarthe im Jahr 1989 beinahe komplett ab – eine Benzinleitung hatte sich gelöst und Sprit auf die glühend heißen Turbos ergossen. Pilot Dominic Dobson, der sich das Auto mit Will Hoy und einem gewissen Jean Alesi teilte, kam dabei mit dem Schrecken davon. Nach einem kompletten Neuaufbau seitens Porsche Motorsport wurde der Wagen nur noch sporadisch eingesetzt, er wurde sogar an andere Teams verleihen. Ende 1990 war seine kurze, aber aufregende Karriere schon vorbei und er wurde an einen Sammler verkauft. Über Japan, die Vereinigten Staaten und England fand er 2015 seinen Weg in die Banzai Collection – und wurde eines der absoluten »Centerpieces«.
Mindestens so bedeutsam wie der Phönix-Porsche sind aber die Skateboards im Leben von Thomas Schlereth. Wie das Chassis des 962-143 sind sie aus leichtem Aluminium gefertigt und finden in Pöcking am Starnberger See ein zweites Leben. Ende der 1970er-Jahre wurde die Marke eingestellt, 2020 belebte »Tommy« sie wieder. Und surft seither auch durch manches Fahrerlager. So wie beim historischen Grand Prix in Monaco, der alle zwei Jahre stattfindet, oder bei der Classic-Edition von Le Mans. Das Ziel am Ende jedes Rennens: Frei sein. Unterwegs sein. Im Moment sein.
Und genau das hält ja wiederum jung – wusste auch schon Jay Adams.